Casino Statistiken

Kennzahl · Trefferquote

Hit Frequency: was die Trefferquote über ein Spiel wirklich aussagt

Die Trefferquote ist der Anteil der Runden, in denen überhaupt etwas ausgezahlt wird. Sie beschreibt das Gefühl eines Spiels, verändert aber nicht seinen Preis, weil die Auszahlungsquote beide Faktoren zusammen festlegt.

Trefferquote und Treffergröße

zwei Werte, der dritte folgt

3,20×durchschnittliche Rückzahlung je Treffer
3,3Runden je Treffer im Schnitt

Rechnung: Auszahlungsquote gleich Trefferquote mal durchschnittlicher Rückzahlung je Treffer. Ein Wert unter 1 bedeutet, dass ein typischer Treffer kleiner ist als der Einsatz.

Messingpendel eines Metronoms im Schwung, das Gewicht scharf und die Stange leicht verwischt

Eine Identität, keine Faustregel

Zwischen Trefferquote und Auszahlungsquote besteht kein ungefährer, sondern ein exakter Zusammenhang. Die Quote ist das Produkt aus der Trefferquote und der durchschnittlichen Rückzahlung je Treffer, gemessen in Einsätzen. Sind zwei der drei Größen bekannt, ist die dritte festgelegt. Deshalb sagt eine hohe Trefferquote allein gar nichts: Sie kann bedeuten, dass ein Spiel oft kleine Beträge zurückgibt, und muss bei gleicher Quote genau das bedeuten.

Am Roulettekessel lässt sich die Identität prüfen, weil beide Faktoren exakt bekannt sind. Eine Einzelzahl trifft in 2,70 Prozent der Runden und zahlt dann das 36-Fache des Einsatzes zurück. Das Produkt ergibt 97,30 Prozent, also genau die Quote des Spiels. Bei Rot trifft man in 48,65 Prozent der Runden und bekommt das Doppelte zurück, was dieselbe Quote ergibt.

Trefferquote und Rückzahlung je Treffer am Kessel mit einem Nullfach
Wette Trefferquote Rückzahlung je Treffer Auszahlungsquote
Plein, eine Zahl 2,70 % 36× 97,30 %
Cheval, zwei Zahlen 5,41 % 18× 97,30 %
Douzaine 32,43 % 97,30 %
Rot oder Schwarz 48,65 % 97,30 %

Was das für Automatenspiele bedeutet

Bei Automatenspielen ist die Trefferquote nicht aus den Regeln ableitbar, aber die Identität gilt trotzdem. Nimmt man eine Quote von 96 Prozent an und variiert nur die Trefferquote, ergibt sich zwingend, wie groß ein typischer Treffer sein muss.

Drei Profile mit identischer Auszahlungsquote von 96 Prozent
Profil Trefferquote Runden je Treffer Rückzahlung je Treffer
häufige kleine Treffer 30 % 3,3 3,20×
mittlere Trefferquote 20 % 5,0 4,80×
seltene große Treffer 12 % 8,3 8,00×

Auffällig ist die dritte Spalte: Selbst beim Profil mit den seltensten Treffern liegt die durchschnittliche Rückzahlung nur bei 8,00 Einsätzen. Das erklärt eine verbreitete Enttäuschung. Viele Treffer eines Automatenspiels sind kleiner als der Einsatz, und im Erwartungswert müssen sie das sein, weil sonst die Quote über 100 Prozent liegen würde. Ein Treffer ist damit nicht gleichbedeutend mit einem Gewinn für die Runde.

Für den Vergleich zweier Spiele ist die Trefferquote deshalb eine Angabe über den Rhythmus und nicht über den Preis. Wer sie zusammen mit der Quote liest, weiß, wie sich das Spiel anfühlen wird: viele kleine Rückflüsse oder lange Strecken ohne. Wer sie allein liest, weiß nichts.

Was in Deutschland dazu offengelegt wird

Für den erlaubten deutschen Online-Markt gilt eine Anzeigepflicht für die durchschnittliche Auszahlungsquote je einen Euro Einsatz und für die Wahrscheinlichkeit auf den Höchstgewinn. Eine Pflicht zur Angabe der Trefferquote gibt es nicht. Wer sie wissen will, ist auf Angaben des Anbieters angewiesen, die nicht überprüfbar sind.

Praktisch bleibt damit der umgekehrte Weg: Aus der ausgewiesenen Quote und einer beobachteten Trefferhäufigkeit lässt sich schätzen, wie groß die typische Rückzahlung sein muss. Diese Rechnung ist robust, weil sie keine Annahme über das Spiel enthält, sondern nur die Identität benutzt. Für eine belastbare Beobachtung der Trefferquote braucht es allerdings sehr viele Runden, und was daran unzuverlässig ist, steht auf der Seite zur Volatilität.

Häufige Fragen zur Trefferquote

Was ist eine gute Trefferquote?

Die Frage hat keine Antwort, weil die Trefferquote den Preis nicht verändert. Eine hohe Trefferquote bedeutet bei gleicher Quote nur kleinere Treffer, eine niedrige größere und seltenere.

Zählt ein Treffer unter dem Einsatz als Gewinn?

In der Statistik eines Spiels ja, im Geldbeutel nicht. Wenn ein Treffer weniger zurückgibt als eingesetzt wurde, ist die Runde trotz Treffer ein Verlust. Bei gleicher Quote ist das bei hoher Trefferquote der Normalfall.

Kann man die Trefferquote selbst messen?

Grundsätzlich ja, aber es braucht sehr viele Runden, bis eine Beobachtung belastbar ist. Für eine grobe Einordnung genügt sie; für einen Vergleich zweier Spiele reicht sie nicht.

Hängt die Trefferquote mit dem Max Win zusammen?

Indirekt. Ein sehr hoher Höchstgewinn bindet einen Teil der Quote in einem extrem seltenen Ausgang, was für den Rest weniger übrig lässt und eine niedrigere Trefferquote oder kleinere Treffer erzwingt.

Quellen

  • Alle Roulettewerte folgen aus 37 Kesselfächern und der jeweiligen Auszahlung. Die Profile für Automatenspiele sind Rechenbeispiele der Identität, keine Angaben zu konkreten Spielen.
  • § 22a GlüStV 2021, Virtuelle Automatenspiele, Primärtext der Anzeigepflicht.

Vollständige Übersicht unter Quellen und Methodik.